Kriminalberatung räumt mit Mythen rund um den Einbruch auf

Die kriminalpolizeilichen Beraterinnen und Berater geben Tipps rund  um den Einbruchschutz. Neben der klassischen Einbruchsicherung an  Fenstern und Türen, spielt die sogenannte Verhaltensprävention eine  große Rolle: Wie täusche ich dem Dieb zum Beispiel Anwesenheit vor?  Welche Signale setze ich einem Einbrecher, wenn meine Rollladen den  ganzen Tag heruntergelassen sind?

Rund um den Wohnungseinbruch ranken sich viele Mythen. Die  Kolleginnen und Kollegen stellen in Gesprächen mit Opfern immer wieder  fest, wie stark diese in der Bevölkerung verwurzelt sind. Mythen sind  Erzählungen - ihnen zu glauben kann für Haus- und Wohnungsbesitzer  fatale Folgen haben.

 

Ein Einbruch in den intimsten Privatbereich belastet die Opfer schwer

Die Sorge Opfer eines Einbruchs zu werden, ist in der Bevölkerung  sehr präsent. Jeder Einbruch stellt einen eklatanten Einschnitt in die  Privatsphäre der Opfer dar und hat erhebliche Auswirkungen auf das  Sicherheitsgefühl. Die Täter bewegen sich in dem intimsten Privatbereich der Opfer und hinterlassen neben den materiellen Schaden meist auch  eine viel schwerwiegendere persönliche Betroffenheit, von Angstgefühlen  bis hin zu Traumata.

Trend zeigt nach unten -  jeder Einbruch ist einer zu viel

Obwohl die Einbruchszahlen landesweit und im Bereich des  Polizeipräsidiums Mittelhessen rückläufig sind, ist jeder  Wohnungseinbruch einer zu viel. Einbrüche haben auf die Opfer und das  Umfeld eine erhebliche Auswirkung auf das Sicherheitsgefühl. 2017 gezählte die Kriminalstatistik insgesamt 1.168 Wohnungseinbrüche in  Mittelhessen. Ein deutlicher Rückgang von 322 Taten im Vergleich zum  Jahr 2016. Ein Blick auf die Zahlen dieses Jahres bestätigte den  abnehmenden Trend.

 

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Wachsame Nachbarschaft ist bester Einbruchschutz

Die Polizei appelliert wachsam zu sein! Achten sie auf Personen oder  Fahrzeuge in der Nachbarschaft. Scheuen Sie sich nicht, sofort die 110 zu wählen, wenn Ihnen Personen oder Fahrzeuge oder Situationen  verdächtige vorkommen. Die Täter brauchen nur wenige Minuten, um in eine  Wohnung einzubrechen und sie zu durchwühlen. Sie reisen in der Regel mit einem Pkw an, verteilen sich in Wohngebieten mit Einfamilienhäusern und gehen arbeitsteilig vor. Schnell rein -  schnell und gezielt durchsuchen -  schnell wieder raus. Anschließend treffen sich die Einbrecher am  Fahrzeug und bringen sich und ihre Beute in Sicherheit.
 

Kostenlose individuelle Beratung vor Ort

Die Beraterinnen und Berater der  Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen Mittelhessen machen auch Hausbesuche! Sie beraten kostenfrei vor Ort in Sachen  Einbruchschutz. Nach einer Schwachstellenanalyse am Haus oder an der  Wohnung, geben sie Tipps und Tricks zu einer sinnvollen  Einbruchssicherung.

 

Zahlen von 2014 und früher

Diebstahl: Aufklärungsquote bei Wohnungseinbruchsdiebstähle gesteigert!

Den größten Anteil aller Straftaten bilden die Diebstähle mit 18.094 Fällen. Dabei handelt es sich um 10793 Fälle des einfachen und 7301 Fälle des schweren Diebstahls. Dies macht etwa ein Drittel aller Straftaten des vergangenen Jahres aus.

Damit wurden in diesem Deliktsbereich 576 Fälle mehr als im Vorjahr erfasst. Vergleicht man die Zahl mit den Werten der letzten Jahren, so ist eindeutig zu beobachten, dass die Zahl weiter insgesamt auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau bleibt. 2004 registrierte die Polizei noch 26.567 solcher Delikte.

                                              Vergleich der Diebstähle:

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Vergleich der Diebstähle im PP Mittelhessen - aus der polizeilichen Kriminalstatistik 2014

Im Bereich des einfachen Diebstahls dominiert der Ladendiebstahl mit 2.894 Fällen, was ein einen Anstieg von 100 Delikten bedeutet.
 
Im Bereich des schweren Diebstahls liegt der Diebstahl aus Kraftfahrzeugen weit vorne. Hier wurden 1.130 Taten angezeigt. Dies bedeutet ein Zuwachs von 282 Taten. Leicht angestiegen ist der Fahrraddiebstahl. Wurden 2013 noch 1.351 Fahrräder gestohlen, so stieg diese Zahl 2014 um 110 Fälle auf 1.461 an.

Im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls kam es zu einem leichten Anstieg von 1447 auf 1525 Fälle. Erfreulich dabei war, dass die Aufklärungsquote von 15,3 auf 17 Prozent gesteigert werden konnte. Positiv zu bewerten ist auch, dass die Zahl der Versuche auf 41,8 Prozent anstieg. Dies zeigt, dass die vielen polizeilichen Maßnahmen rund um das Thema Wohnungseinbruch ihre Wirkung zeigen.

„Ich freue mich, dass sich die Anstrengungen in diesem nicht einfachen Ermittlungsbereich bemerkbar machen. Wir werden weiter und unvermindert  mit Kontrollen, sichtbarer Polizeipräsenz, intensiver Tatortarbeit, kriminalpolizeilichen Ermittlungen und Präventionsarbeit versuchen, den Wohnungseinbruch einzudämmen“, so Manfred Schweizer.

 

Vergleich Wohnungseinbruch der letzten fünf Jahre:
 
 
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Vergleich Wohnungseinbruch der letzten fünf Jahre im PP Mittelhessen - aus der polizeilichen Kriminalstatistik 2014
 
Grundlage für die veröffentlichten Zahlen ist die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS). Dabei handelt es sich um eine Erfassung aller bekannt gewordenen Straftaten. Die Erfassung geschieht nach bundesweit einheitlichen Richtlinien und erfolgt, wenn der Vorgang nach Abschluss der Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft abgegeben wird.

Die Häufigkeitszahl lag im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums im Jahr 2014 bei 5.123. Dieser Wert unterschreitet deutlich den aktuellen Landesdurchschnitt, der bei 6.566 liegt. Er zeigt, dass die durch die Kriminalität verursachte Gefährdung in Mittelhessen wesentlich geringer ist als im gesamten Land. Bei der Häufigkeitszahl handelt es sich um die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner.

Die folgende Darstellung zeigt die Anteile der verschiedenen Deliktsbereiche an der Gesamtkriminalität:
 
pks_anteile-deliktsbereiche
 
original
 
Quellen:
https://www.polizei.hessen.de/icc/internetzentral/nav/5f0/broker.jsp?uCon=02e706c1-26a0-1c41-2e82-b641ef798e7b&uTem=bff71055-bb1d-50f1-2860-72700266cb59&uMen=5f0706c6-408b-c841-333d-0b33165474d5&_ic_print=true&nocache=true
http://i.huffpost.com/gen/1817988/original.jpg
www.Polizei Hessen.de
https://www.polizei.hessen.de/icc/internetzentral/nav/123/broker?uMen=b8916516-e401-811c-5ec3-f12109241c24&uCon=a1270913-6cb1-d661-7695-c8530ce559e5&uTem=bff71055-bb1d-50f1-2860-72700266cb59
 
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Letzte Aktualisierung: 21. August .2020

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